Rheinland-Pfalz

Pilotprojekt des Landes Rheinland-Pfalz

"Familiengerechtes Wohnen mit Kindern in Föhren"

Das Wohnhofprojekt "Im Käulchen"

Föhren

 

 


Einführung

Vom Problem zur Projektidee

Projektvorbereitung

Projektumsetzung

Auswertung und Empfehlungen

Service

 


Projektumsetzung: Gemeinschaftliche Anlagen

1. Gemeinschaftlicher Wohnhof

Für den in Gemeindebesitz verblieben Innenhofbereich hat die Wohnhof-GbR mit der Ortsgemeinde im Rahmen einer Dienstbarkeitsurkunde vereinbart, dass die Eigentümer der Wohnhof-Grundstücke berechtigt sind, auf der Fläche Spiel-, Grün- und Freizeitanlagen zu errichten, im Gegenzug dazu aber unterhaltungs- und verkehrsicherungspflichtig sind.

Nach Fertigstellung der Häuser waren die meisten Familien damit beschäftigt, ihre Eigenleistungen zu komplettieren und den eigenen Außenbereich zu gestalten. Aber so nach und nach und mit Hilfe einiger kreativen Ideen und Finanzierungshilfen gelang es, einen attraktiven Bereich für Jung und Alt zu schaffen, der nicht nur von den Anwohnern, rege genutzt wird: Weidenhäuschen, Sitzecke, Schaukel- und Sandbereich laden die Kinder der Umgebung zum Spielen ein. Und an warmen Sommerabenden treffen sich hier auch gerne die Nachbarn auf ein Bier oder ein Schwätzchen. Der Wohnhof als zentrale Projektidee hat sich bewährt und wurde wie im Konzept vorgesehen realisiert.

    

    

2. Gemeinschaftshaus

Ein Baustein des Projektes war der Bau eines Gemeinschaftshauses. Die Idee war, dass hier gemeinschaftliche Aktivitäten bei schlechtem Wetter und in der kalten Jahreszeit stattfinden sollten. 

In mehreren Anläufen wurden zuerst eigene Entwürfe erarbeitet um die Aufgabe schließlich dann einem Planer übertragen. Dieser entwarf ein für die meisten Familien leider nicht finanzierbares Objekt, an dem letztlich nur wenige Freude finden konnte, so dass der Plan letztlich verworfen wurde.

Entwurfsplanung für das Gemeinschaftshaus

Trotzdem kam anschließend noch ein gemeinsamer Beschluss zugunsten eines Gemeinschaftshauses zustande. Leider konnten manche mit den in diesem Beschluss einhergehenden Kompromissen nicht leben, die vor allem die Ziele der Gemeinschaft und nicht die Bedürfnisse Einzelner im Blick hatten. Eine kleine Minderheit, die über genügend finanzielle Mittel für eine Maximallösung verfügte, zeigte wenig Verständnis für die Familien, die nur das Geld für eine abgespeckte Lösung hatten. So musste eine gute Idee schließlich aufgegeben werden.

Rückblickend betrachtet ist es ein Segen für die Gruppe, dass dieses Projekt nie in Angriff genommen wurde. Die mittlerweile gemachten Erfahrungen mit der Pflege des gemeinschaftlichen Innenhofes zeigen auch, dass ein Gemeinschaftshaus vermutlich nur zum ständigen Zankapfel geworden wäre, da es ein Unterschied ist was man an Gemeinschaft wünscht und was man bereit ist dafür zu tun. In der Projektidee war von einem gemeinschaftlichen Konsens ausgegangen worden, der in dieser Gruppe nicht zu erzielen war, weil sich Gemeinschaft nicht durch ein Gemeinschaftshaus erzwingen lässt.

3. Stellplätze

Um einen autofreien Innenhof zu ermöglichen, mussten alle Stellplätze außerhalb angeordnet werden. Dieses wurde im nördlichen Bereich realisiert und jede Familie hat - eine ihren Bedürfnissen entsprechende - Stellfläche auf der nach und nach Carports entstehen sollen. Die Fläche ist in gemeinschaftlichem Besitz und die Einzelflächen mit Grunddienstbarkeiten den einzelnen Familien zugeordnet.