Rheinland-Pfalz

Pilotprojekt des Landes Rheinland-Pfalz

"Familiengerechtes Wohnen mit Kindern in Föhren"

Das Wohnhofprojekt "Im Käulchen"

Föhren

 

 


Einführung

Vom Problem zur Projektidee

Projektvorbereitung

Projektumsetzung

Auswertung und Empfehlungen

Service

 


Projektvorbereitung: Grundstücksauswahl

Die Weichenstellung für das Wohnhofprojekt erfolgte in Föhren dadurch, dass der Ortsgemeinderat 1995 beschloss, bei der Planung des in Gemeindebesitzes befindlichen Neubaugebietes »Käulchen« neben den traditionellen Einfamilien- und Doppelhäusern auch einen Bereich für verdichtetes Bauen auszuweisen. Die Gründe aus Sicht der Gemeinde waren einerseits, dass eine verdichtete Bauweise flächen- und somit ressourcenschonend ist, andererseits sind kleiner zugeschnittene Grundstücke für einkommensschwächere Familien erschwinglicher.

Nachdem »Wohnen mit Kindern e.V.« von dieser Planung erfahren hatte, wurde die Grundkonzeption auf die lokalen Gegebenheiten hin zugeschnitten, um die unbeplanten 4.000 m² konzeptionell mit Leben zu füllen. Der Verein eine zweijährige Kaufoption auf die Fläche. Der Verein bekam aber nicht nur die Option auf das Areal, sondern ihm wurde auch die Möglichkeit eingeräumt, seine Konzeption in das gerade eingeleitete B-Pan-Verfahren einzubringen und  wurde in alle das Neubaugebiet betreffenden Entscheidungen eingebunden. Bei der Fläche handelte es sich um ein sehr schwieriges, hängiges Gelände, das Stadtplaner und Ortsgemeinde gleichermaßen Kopfschmerzen bereitete. Der  Bebauungsplan-Entwurf sah eine gemeinsame Tiefgarage für das gesamte Baugebiet vor. Mit dieser für ein kleines Dorf eher ungewöhnlichen und teuren Lösung war der Gemeinderat aber auch nicht zufrieden.


Für den Kauf wurde eine Dreiteilung der Gesamtfläche vereinbart: Private Flächen für die Häuser, öffentliche Flächen für Fußwege und die Feuerwehrzufahrt, sowie ein halböffentliches Areal für eine Spiel- und Kommunikationsfläche für die Familien im Wohnhof und die anderen Kinder aus dem Baugebiet. Darüber hinaus erklärte sich der Ortsgemeinderat noch bereit, die Stellplätze außerhalb des Wohnhofes aufgrund der sehr ungünstigen Geländeform zu einem reduzierten Kaufpreis abzugeben. Die Verwaltung musste im Rahmen der Gespräche einsehen, dass sie mit dieser Regelung finanziell immer noch besser da stand, als wenn das hängige Gelände mit Einzelzufahrten zu den Häusern durch die Gemeinde hätte erschlossen werden müssen oder eine Tiefgarage realisiert worden wäre.